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Verletzte Vögel im Garten richtig versorgen

Verletzter Vogel im Garten

Verletzte Vögel im Garten richtig versorgen

Ein Vogel im Garten, der beim Näherkommen nicht wegfliegt, kann darauf hindeuten, dass er verletzt ist. Das Tier kann bei einem Zusammenstoß mit einer Fensterscheibe oder während der Attacke einer Katze verletzt worden sein. Hin und wieder sind es auch geschwächte Jungvögel, die Hilfe benötigen. In so einem Fall sollte man versuchen, die Lage so gut wie möglich einzuschätzen und das Tier möglichst nicht zu stressen.

Allerdings ist nicht jeder Vogel, der am Boden sitzt, in Gefahr. Vor allem im Frühjahr verlassen viele Jungvögel das Nest, bevor sie richtig fliegen können. Diese sogenannten Ästlinge werden von ihren Eltern weiterhin am Boden gefüttert und lernen fliegen. Am besten beobachtet man den Vogel eine Weile aus sicherer Entfernung. Wenn er unverletzte Federn hat und auch keine akute Gefahr durch Katzen droht, lässt man ihn am besten erst einmal in Ruhe und schaut hin und wieder nach ihm, ehe man den Gang zum Tierarzt in Erwägung zieht.

Verletzte Tiere sichern und zum Tierarzt transportieren

Wenn das Tier ständig die Augen schließt, Blutspuren aufweist oder die Flügel eine unnatürliche Haltung aufweisen, braucht es Hilfe, idealerweise von einem Tierarzt. Für den Transport verwendet man am besten einen einfachen Karton mit Luftlöchern, wenn möglich ausgelegt mit einem Handtuch, damit der Vogel Halt findet. Beim Einfangen umschließt man ihn vorsichtig mit beiden Händen, sodass die Flügel am Körper anliegen und er sich nicht weiter verletzen kann. Wichtig ist auch, dem Vogel erst einmal kein Futter oder Wasser anzubieten, weil sich das Tier unter Schock befinden und leicht verschlucken kann.

Professionelle Hilfe ist manchmal unabdingbar

Bei tiefen Wunden oder offensichtlich schwereren Verletzungen kann ein vogelkundiger Tierarzt feststellen, ob Knochen gebrochen sind oder das Tier Medikamente braucht. Im Notfall kann dafür auch eine Röntgenaufnahme zum Einsatz kommen.

Neben Tierarztpraxen sind auch Wildtierstationen oder lokale Tierschutzvereine gute Anlaufstellen, die oft eng mit Tierärzten zusammenarbeiten. Stellt ein Tierarzt bei der Untersuchung fest, dass es dem Vogel schon etwas besser geht, vermittelt er ihn häufig an eine Pflegestation weiter. Dort wird das Tier bis zu seiner Genesung gepflegt und auf die Auswilderung vorbereitet.

Übrigens verzichten viele Praxen aus Kulanz auf die Bezahlung der Behandlung von Wildvögeln, vor allem wenn es sich um kleinere Fälle handelt, die nicht so kompliziert sind.

Vögel im eigenen Garten schützen

Viele Unfälle lassen sich mit einfachen Maßnahmen im Garten vermeiden. Große Glasscheiben an Terrassen oder Wintergärten gelten als typische Gefahrenquelle. Wenn man die Scheiben mit auffälligen Motiven markiert, zum Beispiel schwarzen Vogelaufklebern, hilft man den Tieren, das Hindernis rechtzeitig zu erkennen. Ein vogelfreundlicher Garten mit dichten Hecken bietet unter anderem Schutz vor natürlichen Feinden. Eine flache Tränke versorgt die Vögel an heißen Tagen mit Wasser. Die Tränke sollte aber regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Keime bilden und Krankheiten verbreiten. Weitere Tipps zum richtigen Umgang mit den Vögeln im eigenen Garten kann man auch beim Tierarzt erfragen. In der Praxis oder in gut geführten Tierfachgeschäften erhält man zudem Spezialfutter für die Tiere.

Wer sich generell für das Thema interessiert und gerne wissen möchte, welche Vogelarten sich im Garten und in der Nachbarschaft aufhalten, kann spezielle Apps auf sein Handy laden, die in Echtzeit das Vogelgezwitscher in der Umgebung den jeweils passenden Vogelarten zuordnen.

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